Bosnien-Herzegowina

BH2017-13_20

Traumas überwinden

Bosnien-Herzegowina hat knapp vier Millionen Einwohner unterschiedlicher Ethnien und Religionen. Die Wirtschaft ist seit dem Ende des Bürgerkrieges im Aufbau, die Korruption sowie die Diskriminierung von ethnischen Minderheiten wie den Roma sind jedoch nach wie vor riesig. Bis heute hat das Land keine Verfassung. Offiziell liegt die Arbeitslosigkeit bei über einem Viertel der Bevölkerung, viele Leute arbeiten jedoch schwarz. Zwanzig Prozent der Bevölkerung leben unter der Armutsgrenze, die Kosten für den Lebensunterhalt steigen weiter. Zwei Drittel aller Familien mit drei oder mehr Kindern leben in Armut. Seit dem Krieg leiden viele Erwachsene unter einer Posttraumatischen Belastungsstörung und trauten sich bis heute nicht in ihre Häuser zurückkehren. Ausserhalb aller befestigten Wege besteht zudem noch immer die Gefahr, auf Landminen zu treten.

Die Menschen in Bosnien-Herzegowina brauchen viel emotionale Unterstützung. Es ist unser Ziel, ihnen Hoffnung und Selbstwert zurückzugeben. Durch die Angebote der Gemeinschaftszentren führen wir ältere Menschen aus der Isolation und unterstützen verarmte Familien und verletzliche Kinder.