„Wir verhungern. Könnt ihr uns helfen?“

Bittere Armut in Bulgarien

MEINE PROJEKTSPENDE

Eine Familie weiss nicht mehr, wovon sie leben soll

Familie im Haus

Familie Karagyozova-Stefanova gehört zu den ärmsten Familien in einer armen Gegend von Bulgarien.

Familienvater Anton

Anton freut sich über Besuch und ein bisschen sozialen Kontakt.

Nikolay zerkleinert Holz

Nikolay arbeitet hart, um die Familie durchzubringen.

Pastor Misho im Dorf

Pastor Misho (links mittig im Bild) engagiert sich für die Menschen im Dorf.

«Es ist so schwierig für mich, Essen für meine Familie zu finden. Wir verhungern. Könnt ihr uns helfen?»
 
Lyubka verzweifelt, Bulgarien

SO GROSS IST DIE ARMUT IN BULGARIEN

Der Weg zum Haus von Familie Karagyozova-Stefanova führt über ungepflasterte, schlammige Strassen. Die Landschaft ist gesäumt von weiss überzuckerten Bergen. Doch die Idylle trügt: Die Menschen, die hier in Dabnitsa im Südwesten von Bulgarien wohnen, leben in bitterer Armut. 

Vater Anton (52), Mutter Lyubka (50) und ihre Kinder Nikolay (24) und Slavina (13) leben in einem kleinen Haus ohne Isolation oder sanitäre Anlagen. Es gibt zwar Storm und fliessend Wasser, jedoch kein Abwassersystem. Dieses fliesst durch ein Rohr neben der Tür aus. Manche Dorfbewohner haben eine Aussentoilette. Viele von ihnen nutzen jedoch auch die umliegenden Felder und graben dort ein Loch. 

Das Haus verfügt über ein Zimmer, in dem es einen Ofen gibt, der sowohl zum Heizen als auch zum Kochen dient. Ein Bett ist für die Eltern, eines für die Tochter Slavina. Nikolay schläft unter dem Dach, weil für ihn im Haus kein Platz ist. Laut Pastor Misho sind sie eine der ärmsten Familien in der Nachbarschaft. 

Solange Anton in einer Baufirma arbeiten konnte, kam die Familie finanziell über die Runde. Doch dann geschah das Unglück: Anton hatte einen Schlaganfall und kann aufgrund seiner Behinderung nicht mehr arbeiten. Darüber hinaus braucht er teure Medikamente. Dadurch hat sich die Situation der Familie dramatisch verändert. Der 24-jährige Nikolay wurde zum Versorger. Sein Einkommen reicht jedoch oft nur für die Medikamente. Lyubka kann zwischendurch in der Nachbarschaft arbeiten und ein bisschen dazu verdienen. 

Die Corona-Pandemie war ein weiterer harter Schlag für die Familie. Nikolay verlor seinen Job und konnte wegen der Einschränkungen nicht mehr aus dem Haus, um auf Arbeitssuche zu gehen. Slavina, die noch zur Schule geht, bekam Schulaufgaben aufgetragen, die sie zu Hause lösen sollte. Wiederholt musste Nikolay Geld ausleihen, damit er die dringend benötigten Medikamente für seinen Vater bezahlen konnte. 

«Eines Tages, als ich zu Hause war, hörte ich jemanden draussen weinen», berichtet Pastor Misho. «Ich habe aus dem Fenster gesehen und sah Lyubka auf unser Haus zukommen. Sie weinte so heftig, dass ich erst nicht verstehen konnte, was sie sagte. Meine Frau und ich gaben ihr ein Glas Wasser und warteten, bis sie sich ein bisschen beruhigte.
«Es ist so schwierig für mich, Essen für meine Familie zu finden. Wir verhungern. Könnt ihr uns helfen?», schluchzte Lyubka verzweifelt.»

Pastor Misho weiss, was es heisst Hunger zu leiden. Er ist selbst hier in der Nachbarschaft in Armut aufgewachsen. Das hat ihn geprägt und er versteht die Verzweiflung der Familie gut. Misho und seine fünf Geschwister, zwei Brüder und drei Schwestern, schliefen alle zusammen mit den Eltern in einem Raum. Wenn es Essen gab, setzte sich die Familie auf den Boden um den Tisch herum und assen aus dem gleichen Topf. 

Vor 20 Jahren fand Misho zum Glauben, was sein Leben verändert hat. Sein Herzensanliegen ist nun, der Gemeinde im Dorf zu dienen und sie zu unterstützen. Er ist dankbar für die Kooperation mit Pro Adelphos und die Unterstützung, die sie so erhalten. Die materiellen Güter wie Essen, Schuhe und Kleider helfen, die grosse Not zu lindern. Pastor Misho hat selbst erlebt, dass er zeitweise nicht zur Schule gehen konnte, weil er keine Schuhe besass. 

Die geistliche und emotionale Unterstützung seien jedoch noch wertvoller, meint er. Dadurch seien sie nicht mehr alleine mit ihren Herausforderungen. Im Januar 2020 konnten sie in Dabnitsa mit der Unterstützung von Pro Adelphos eine Suppenküche und ein neues Familienzentrum eröffnen. 

«Ich möchte allen Spendern, die diese Arbeit möglich machen, danken und bete, dass Gott sie und ihre Familie versorgt, so wie er auch uns versorgt.» - Misho, Pastor in der Gemeinde Dabnitsa

Die Familie Karagyozov-Stefanova wurde ebenfalls in das Familienpatenschaftsprogramm aufgenommen und bekommt dadurch regelmässig Hilfe in Form von Essen und Hygieneprodukten. Pro Adelphos Mitarbeiter Ventsislav besucht die Familie regelmässig. Da Anton in Folge seines Schlaganfalls bettlägerig ist, ist er dankbar für den Besuch und die Möglichkeit mit jemandem zu reden. Er hat sonst kaum Kontakt zur Aussenwelt. Mit Ventsislav haben sie jemanden, der ihnen zuhört und sie unterstützt. 

 

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