Zu Besuch im Frauengefängnis

Jesu Liebe für die Gefangenen

MEINE PROJEKTSPENDE

Dienst hinter Gittern im Frauengefängnis

Die Kinder freuen sich auf ein Wiedersehen mit ihrer Mutter.

Liliana und Corina bereiten die Spenden für die Frauen vor.

Liliana, die Leiterin dieses Dienstes, vor dem Frauengefängnis in Târgsor.

«Wir bringen den Insassinnen die Botschaft von Hoffnung und Freiheit.»
 
Liliana, Leiterin des Dienstes im Frauengefängnis in Rumänien

Jesu Liebe den Gefangenen bringen

Seit fünf Jahren besucht ein Team von Pro Adelphos regelmässig die Frauen im Frauengefängnis in Rumänien. Die Haftbedingungen sind schwierig und es fehlt am Nötigsten. Die lokalen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen setzten sich mit viel Herzblut dafür ein, dass diese Frauen neue Hoffnung schöpfen können und die Perspektive einer besseren Zukunft haben.   

«Es war eine schwierige Zeit in meinem Leben und ich konnte nicht klar denken. Ich kann nicht glauben, dass ich für so wenig so viel riskiert habe». Die Geschichten der Frauen, die in Târgsor inhaftiert sind, sind vielfältig und selten einfach. In Haft finden sie sich mit bis zu 16 Frauen in einer Zelle wieder, was kaum 2 m² pro Frau ergibt. Der Bericht des Anti-Folter-Komitees des Europarats erwähnt zudem abgenutzte Sanitäranlagen, Schädlinge, welche die Toilette verstopfen und unzureichende Essensqualität. Hier sind die Insassinnen häufig bis zu 22 Stunden am Tag eingesperrt. Diese Haftbedingungen setzen ihnen schwer zu und immer wieder versucht jemand sich das Leben zu nehmen. 

Das Gefängnis befindet sich rund 80 km nördlich von der Hauptstadt Bukarest. Für viele Familien ist die Anreise zu weit und zu teuer. Damit die Frauen doch ihre Familien sehen können, organisiert Pro Adelphos die Besuche für die Frauen. Eine von ihnen, wir nennen sie Cristina, hat ihren ältesten Sohn drei Jahre lang nicht gesehen. Entsprechend gross war die Freude beim Wiedersehen.

Pro Adelphos führt im Gefängnis beispielsweise auch Nähkurse durch, wo die Frauen neue Fähigkeiten erlernen können. Wer Interesse hat, kann auch nach der Entlassung eine Nähmaschine bekommen. Dazu wird Seelsorge angeboten und das Evangelium weitergegeben. Neben der emotionalen und geistlichen Unterstützung, leistet Pro Adelphos auch ganz praktische Hilfe. Die inhaftierten Frauen erhalten regelmässig Hygienepakete mit Produkten, die sie im Gefängnis nicht bekommen und sich auch nicht leisten können.

 „Als wir den Frauen im März 2020 sagen mussten, dass wir sie eine Weile lang nicht besuchen kommen können, war das für beide Seiten hart. Wir haben ihnen versprochen, dass wir sie nicht vergessen werden.“ berichtet Liliana, die Leiterin des Dienstes.

Durch die Pandemie war nicht nur der Zugang zum Gefängnis eingeschränkt, sondern die Frauen waren auch in ihren Zellen eingesperrt, ohne eine Beschäftigung zu haben. Deshalb schickte das Team von Pro Adelphos Material zum Basteln. Sie blieben über das Telefon mit den Frauen und den Gefängnismitarbeitenden in Kontakt. Zu Ostern war es möglich, den traditionellen Baumnusskuchen, sowie Neue Testamente und christliche Zeitschriften vorbeizubringen. 

Zusätzlich wurde das Gefängnis mit Masken, Handschuhen, Desinfektionsmittel und anderen Hygieneartikeln versorgt, was mit grosser Dankbarkeit angenommen wurde. Für zwei Frauen und ihre Babys organisierte Pro Adelphos zudem Windeln, Bettbezüge und andere Hygieneartikel.

Des Weiteren haben Liliana und ihr Team einen Kurs entwickelt, der den Frauen helfen soll, ihr Leben nach der Haftstrafe besser meistern zu können. Das Programm wurde national anerkannt und wird allen Gefängnissen zur Verfügung gestellt. Der Inhalt ist biblisch fundiert und umfasst 12 Einheiten über gesunde Beziehungen, Kommunikation, Konfliktmanagement, persönliche Hygiene, emotionale Gesundheit, Schuld und Vergebung. Zu Beginn wird der Kurs vorwiegend online durchgeführt, bis normale Treffen wieder möglich sind.

«Wir bringen den Insassinnen die Botschaft von Hoffnung und Freiheit, unabhängig von den Eisenstangen, hinter denen sie eingeschlossen sind. Wenn diese Botschaft ankommt, verändert es ihr Denken. Am Ende zählt nicht, was wir vorweisen können, sondern Gottes Gnade und Vergebung für die Frauen.»  

Cristina* und Sohn

Cristina* hat ihren Sohn drei Jahre lang nicht mehr gesehen.
*Name zum Schutz der Frau geändert.  

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