«Ich konnte nicht schlafen, weil es draussen immer kälter wurde»

Eine Witwe erhält Winterhilfe

«Letzte Woche konnte ich nicht schlafen, weil es draussen immer kälter wurde.»

Für viele von uns ist unser Zuhause im Winter ein Zufluchtsort. Wir können den Schnee von unseren Stiefeln klopfen und in die Wärme flüchten. Für Aliona, eine Witwe in Moldawien, bringt der Winter Probleme mit sich, die sie allein nicht bewältigen kann. Sie lebt mit ihren vier Kindern in einem kleinen Raum mit zwei Betten und einem Tisch.

In diesem Raum ist es eiskalt und so feucht, dass das Atmen schwer fällt. Das einzige Fenster ist notdürftig mit Plastikfolie abgedeckt, seit ihr verstorbener Mann es im Alkoholrausch zerschlagen hat, und auf dem Zementboden liegen alte Teppiche und Decken. «Ich wusste nicht, womit ich das Haus noch heizen sollte», erläutert Aliona. «Ich habe alles Brennbare im Herd verfeuert – Äste, alte Kleidungsstücke und Plastikflaschen, die ich gesammelt habe.»

Aliona ist in einer sehr armen Familie mit einem gewalttätigen alkoholkranken Vater aufgewachsen und hat auch die meiste Zeit ihres Ehelebens in Angst und Schrecken verbracht. Ihr Ehemann, der sie geschlagen und missbraucht hat, ist vor einigen Monaten an einem Herzinfarkt gestorben.

Jetzt, da die Kinder genügend warme Kleidung haben, kann ich sie draussen spielen lassen ... Was würde ich nur ohne diese Hilfe tun?

«Seit vor zwei Jahren Pro Adelphos zu uns gekommen ist, weiss ich, dass es jemanden gibt, dem ich und meine Kinder etwas bedeuten», so Aliona. Sie wurden in das Familien-Patenschaftsprogramm von Pro Adelphos aufgenommen und erhalten langfristig geistliche und praktische Unterstützung. «Wenn Alexandru, der Koordinator, anruft und sich für einen Besuch bei uns ankündigt, ist das für uns wie ein Festtag. Die Kinder möchten ihre besten Kleider anziehen und fragen mich ständig: ‹Mama, wann kommt Onkel Sasa›?»

Dieses Mal hatte Alexandru Geschenke für den Winter dabei, um der Familie das Leben in dieser harten Jahreszeit ein wenig zu erleichtern. Die Briketts zum Heizen und die warme Kleidung waren eine grosse Hilfe für Aliona. Unter Freudentränen sagt sie: «Jetzt, da die Kinder genügend warme Kleidung haben, kann ich sie öfter draussen spielen lassen. Die Winterjacken sind einfach toll. Und auch die gestrickten Strümpfe, Schals und Handschuhe! Was würde ich nur ohne diese Hilfe tun?»

«Wenn Alexandru uns zusammen mit dem Pastor oder einem ehrenamtlichen Helfer besucht, spielen sie mit den Kindern, und die Kinder sind so glücklich und fühlen sich sicher», fährt sie fort. «Sie sprechen mit uns, wir beten zusammen, und wir lesen aus der Bibel. Sie bringen uns Süssigkeiten mit und die frohe Botschaft, die sie uns mitteilen, ist Balsam für meine Seele. Wenn die Kinder eingeschlafen sind, gehe ich gern vor die Tür, blicke zu den Sternen empor und fühle, dass Gott da ist, mich liebt und mich nicht im Stich lassen wird. Gott ist meine Zuflucht!»

«Mit dem Familien-Patenschaftsprogramm möchten wir dies Schritt für Schritt ändern und das Leben von Familien in Moldawien langfristig für jede Generation etwas besser machen. Wir sehen unsere Aufgabe darin, die Familien vor dem Untergang zu bewahren, sie das ‚Schwimmen‘ zu lehren.»

«Bei der Arbeit mit den Menschen gibt mir die Hoffnung in ihren Augen Kraft, und wenn sie Schwierigkeiten und Schmerzen haben, fühle ich mit ihnen. All diese Arbeit ist nur möglich, weil Gott uns durch sein Wort Stärke verleiht. Bitte beten Sie dafür, dass ich den besten Weg finde, um diese Familien zu ermutigen.»

7‘736

Im letzten Winter verteilten wir 7‘736 warme Kleidungsstücke an Kinder

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